Meine Grünen Themen

Bauen

Im Bauen gestalten wir unsere Zukunft. Wir hinterlassen der Nachwelt unsere Kultur in Form von Bauwerken. Wir verändern unsere Umwelt durch unsere Bauwerke. Wir belasten die Umwelt durch die Nutzung unserer Bauwerke. Wir verbrauchen mehr oder weniger Energie und Ressourcen je nach Bauweise unserer Bauwerke. Wir beeinflussen unser tägliches Leben durch Bauwerke. Wir verbrauchen und versiegeln Flächen durch unsere Bauwerke….

Diese Dimension hat das Bauen für mich. Bebaute, verbaute und gebaute Umwelt ist allgegenwärtig. Umso wichtiger ist es, wie wir mit dem Bauen umgehen. Wo sind Straßen und Brücken erforderlich? Wo werden Neubauten und neue Gewerbeflächen zugelassen? Wie und womit wird Wohnraum gestaltet? Wie langlebig müssen die jeweiligen Bauwerke sein und wie steht es mit der Entsorgung oder Umgestaltung?

Lauter Fragen die man sich beim Thema Bauen stellen muss.

Mein grüner Maßstab hierzu ist, dass nur unbedingt Erforderliches neu gebaut werden sollte. Beim Wohnen müssen wir auf Nachverdichtung setzen. Die eingesetzten Bauwesen und Baustoffe sollten auf Ihre Umweltverträglichkeit hin überprüft und ausgewählt werden – bis hin zur Entsorgung. Wohnformen, die das soziale Miteinander zulassen oder gar fördern sollten bevorzugt werden.

 

Verkehr/Mobilität

Eine funktionierende Infrastruktur in Bezug auf Mobilität ist für uns selbstverständlich.

Schaut man auf die Straßen oder die Bahn wird einem klar, dass viel verbessert werden kann.

Straßen sind immer überfüllter. Zum einen durch zunehmenden Individualverkehr, zum anderen durch immer mehr Transport. Zentralisierte Produktion und Internethandel tragen hierzu ihren Teil bei.

Die Bahn als dringend nötige Fortbewegungsart glänzt derzeit durch Unzuverlässigkeit. Durch Ausrichtung auf kurzfristigen Profit ist die Bahn AG an einem Punkt, an dem sich kleine Pannen oder krankes Personal verheerend auswirken.

Mein grüner Ansatz hierzu ist, dass wir den Individualverkehr neu Denken müssen. Das Transportaufkommen sollte reduziert werden, indem Transportkosten so bewertet werden, wie sie tatsächlich entstehen. Bisher werden Umweltschäden sowie Straßenbau auf die Allgemeinheit abgewälzt. Das muss so nicht bleiben.

Die Bahn AG sollte stärker in die Pflicht genommen werden. Es kann nicht sein, dass Kosten für Instandhaltung und Personal eingespart werden zur kurzfristigen Bilanzverbesserung. Ein Unternehmen, das öffentliche Belange tangiert, muss langfristig denken.

 

Gesundheit/Pflege

Uns wurde beigebracht, dass sich Alles rechnen muss. Wir wollen selbst bei unserer Gesundheit und der erforderliche Pflege von Menschen wirtschaftliche Maßstäbe ansetzen.

Wir haben ein Gesundheitssystem, das sich aus den Löhnen finanziert. Einzig Selbstständige und Gutverdiener können sich ihre Absicherung selbst wählen.

Bezahlt und berechnet werden in unserem Gesundheitssystem nur definierte Tätigkeiten. Der Wert der Pflege durch soziale Kontakte oder die gesundheitsfördernde Wirkung eines Gesprächs werden nicht bewertet.

Wir sollten uns Gedanken machen, was wir finanzieren. Geht es um den Einsatz möglichst vieler abrechenbarer Medikamente und Geräte, oder geht es um unsere Gesundheit?

Mein grüner Ansatz hierzu ist, dass wir dringend eine Bürgerversicherung brauchen. Wenn davon auszugehen ist, dass durch Industrie 4.0 sich unsere Arbeitswelt stark verändert, werden die verbleibenden Arbeitslöhne zu stark belastet, während die Erlöse aus anderen Einkommensarten nicht zur Gesundheitsfinanzierung beitragen. Das derzeitige System kann so nicht mehr funktionieren.

Eine Finanzierung unserer Medizin sollte sich stärker am Heilungserfolg der Maßnahmen orientieren und nicht an der Verschreibungspflicht von Medikamenten mit Nebenwirkung.

 

Frauenquote

In Deutschland ist es heute selbstverständlich, dass Frauen Abitur machen, eine Ausbildung machen, studieren gehen, arbeiten gehen…. Ein gleicher Verdienst bei gleicher Tätigkeit ist noch nicht selbstverständlich. Auf eine Chancengleichheit bei der Besetzung von Führungspositionen warten wir noch. Viel ist schon verbessert, aber noch nicht genug.

Mein grüner Ansatz hierzu ist, dass Frauen und Männer gleichgestellt sein müssen. Gleichberechtigung ist eine Selbstverständlichkeit, auch nach unserem Grundgesetz. Wenn hierzu eine verpflichtende Frauenquote für Führungskräfte erforderlich ist, dann sollte diese auch eingeführt und eingehalten werden. Nicht umsonst gibt es die Frauenquote bei Bündnis90/die Grünen schon lange.

 

Energie

Die Energiewende hat begonnen. Nach Fukoshima sind auch die Letzten in Deutschland aufgewacht und eine Abkehr von der Atomkraft wurde beschlossen (nochmals). Da die Großen Energieunternehmen in Deutschland sich den Strommarkt schon lange aufgeteilt hatten, suchen sie nun nach Lösungen, wie sie mit ihren Unternehmen mit regenerativer Energie weiterhin Geld verdienen können. Nach einer ersten Förderung der dezentralen Stromerzeugung wurden die Fördergelder drastisch gekürzt. Durch die öffentliche Diskussion zur Energieumlage wird suggeriert, dass Solaranlagen und Windräder schuld sind an der Verteuerung unseres Stromes.

Mein grüner Ansatz ist, dass wir Energie dezentral erzeugen müssen. Energie ist ausreichend vorhanden.

Wenn wir es schaffen, sie vor Ort in Strom zu erschließen, sparen wir uns fossile Brennstoffe oder Hochspannungs-Stromleitungen durchs ganze Land. Eine dezentrale Energieerzeugung und Speicherung schafft Frieden und schont unsere Umwelt.

 

Handwerk

Die Handwerker sind die Menschen vor Ort, die für die Grundversorgung der Bevölkerung sorgen. Sie schneiden Haare, backen Brot, reparieren Fahrräder, installieren Bäder, bauen Häuser…

Das Tun der Handwerker sichert unsere Grundversorgung vor Ort. In kleinen Betrieben wird für Lebenswichtiges und für Lebensqualität gesorgt.

Mein grüner Ansatz hierzu ist, dass wir das Handwerk dringend brauchen, um den Umweltschutz nach vorne zu bringen. In kleinen Betrieben kann flexibel auf neue Anforderungen reagiert werden. Wenn viele kleine Betriebe in vielen kleinen Orten den Umweltschutz ernst nehmen, können sie unser Land verändern.

 

Flüchtlinge

Wir leben in einer globalen Welt. Mit Handelsabkommen wird versucht die internationalen Handelsbeziehungen zu verbessern. Für uns in Deutschland ist das auch gut so und unsere Wirtschaft profitiert davon. Wenn nun die Menschen in Ihren Ländern keine Lebensgrundlage mehr sehen – sei es wegen der Knappheit an Nahrung und Wasser oder wegen Kriegen – ist es nur Logisch, dass sie sich auf den Weg machen, um eine Chance auf überleben zu haben.

Ein Verantwortungsvollerer Handel (auch hier bei uns) steht dringend an. Langfristig kann hier viel verbessert werden.

Mein grüner Ansatz hierzu ist, dass wir langfristig verantwortungsvolleren Handel einfordern müssen. Kurzfristig bleibt uns nichts anderes übrig, als hier bei uns die Menschen aufzunehmen, die in Ihrem Herkunftsland von Hunger, Krieg oder Unterdrückung bedroht sind.

Das Zugehen auf die Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen ist dringend erforderlich, damit unser weltoffenes, gleichberechtigtes Zusammenleben Bestand hat.

Es wird eine Bereicherung unserer Kultur sein, wenn wir das hinbekommen.

 

Wirtschaft

Unsere Wirtschaft ist auf Wachstum angewiesen. Dieses Wachstum wird einzig in bilanzierbarem, finanziellem Gewinn gemessen. Im Idealfall wird langfristig, zukunftsorientiert agiert. Viel zu oft jedoch kurzfristig. Umso größer die Unternehmen, umso mehr wird das Handeln auf die bevorstehende Jahresbilanz ausgerichtet. Eine Ausnahme sind hier Familienunternehmen, deren Handeln auf den Fortbestand des Unternehmens ausgerichtet ist.

Mein grüner Ansatz ist, dass wir dazu übergehen müssen, Mensch und Umwelt als zentralen Werte-Maßstab zu erschließen. Die Konsumenten und die Unternehmen müssen sich bewusst machen, dass die Wirtschaftlichkeit sich als erstes am Wohl einer nachhaltigen, sozialen und umweltgerechten Welt orientieren muss, da ansonsten das Zusammenleben auf der Welt nicht möglich ist. Mittel- und Langfristig kommen ansonsten unüberschaubare Kosten auf uns und die Folgegenerationen zu.